„Campus-Rückenwind“ für Kinder in Afrika

„Recycling-Schulen“ eröffnen Kindern in Ländern wie der Elfenbeinküste neue Lernchancen. Campus-Studierende unterstützen das UNICEF-Projekt. | Foto: Unicef

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Der Wunsch nach einer guten Ausbildung als Grundstein für das spätere Leben verbindet Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt. Doch was in Deutschland selbstverständlich ist, bleibt in vielen Ländern ein Traum. Die Experten der UNESCO schätzen, dass weltweit rund 264 Millionen Kinder zwischen sechs und 17 Jahren nicht zur Schule gehen können. Betroffen sind vor allem viele afrikanische Länder. Zu den Staaten, in denen die Lage besonders dramatisch ist, gehört auch die Elfenbeinküste. Dort haben nur etwa sechs von zehn Kindern die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen.

Umweltfreundliche „Recycling-Schulen"

UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, will mit seinem aktuellen Projekt dafür sorgen, mehr Kindern in dem westafrikanischen Land Lernchancen zu eröffnen. Auch die Studierenden des Campus M21 engagieren sich im Rahmen einer Kooperation mit UNICEF und der Tageszeitung tz München für das Vorhaben.

Konkret geht es um den Bau umweltfreundlicher „Recycling-Schulen". Errichtet werden diese aus Ziegeln, für deren Herstellung Kunststoffabfälle wiederverwertet werden. Die neuartigen Schulen helfen dreifach: Sie tragen einerseits dazu bei, Müll zu recyceln, das Recycling schafft Arbeitsplätze und Kinder bekommen durch Bildung die Chance auf eine bessere Zukunft. Aufklärung über Umweltschutz, Müllentsorgung und Hygiene ergänzt das Programm, damit die Kinder gesünder lernen und leben können.

„Es sind immer große und einschneidende Ereignisse, warum wir in diese Länder fahren. Themen wo du denkst, da müssen wir drüber berichten und dort müssen wir helfen." 
Dorit Caspary, Journalistin und Leiterin der UNICEF Projekte bei der tz

Vielfältiges soziales Engagement als Blick über den Tellerrand

Die Initiative an der Elfenbeinküste fügt sich ein in eine Reihe von Projekten, bei denen die Campus-Community UNICEF seit Jahren sehr aktiv begleitet. So engagierten sich Campus-Studierende für den Wiederaufbau einer vom Krieg zerstörten Schule im irakischen Mossul oder auch für den Kauf von 200 Fahrrädern im Niger, damit Schülerinnen dort ihren beschwerlichen und langen Schulweg leichter zurücklegen können. Auch mit kreativen Entwürfen für neue Spenden-Kampagnen gab der Campus M21 den UNICEF-Aktionen zusätzlichen Rückenwind. Auch im neuen Jahr wollen die Studierenden ihr Engagement für eine bessere Welt fortsetzen: 2020 sind an den beiden Campus-Standorten München und Nürnberg Workshops mit den jeweiligen UNICEF-Hochschulgruppen geplant.

„Kinder sind unsere Zukunft und wir müssen unsere Welt besser machen. Daher begeistert mich unser derzeitiges Projekt in Elfenbeinküste. Ich nenne es "three in one": Wir tun etwas für die Umwelt, schaffen Arbeitsplätze für Mütter und geben Kindern Bildung." 
Claudia Graus, stellv. Vorstandsvorsitzende von UNICEF Deutschland

 

Ein großes Herz auch für München und Nürnberg

Nicht nur in Afrika zeigen die Campus-Studierenden Herz: Mit Horizont e.V. in München – der Verein bietet unschuldig in Not geratenen Kindern mit ihren Müttern ein sicheres und liebevolles Zuhause auf Zeit – und einem Waisenhaus in Nürnberg unterstützen sie auch zwei Projekte in Bayern.