Verdienstmedaille für Campus-Mitarbeiterin

Professor Heinrich Wiedemann, Akademischer Leiter des Campus M21, gratuliert Claudia Lorenz (Mitte) zur Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland. | Foto: CM21

Bereits seit ihrer eigenen Studienzeit unterstützt sie Kinder in Peru, dem Land, aus dem ihre Mutter stammt: Claudia Lorenz, am Campus M21 für die Akademische Leitung der Master-Studiengänge verantwortlich. Ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement wurde jetzt auf besondere Weise geehrt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnete Sie mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland aus. Münchens Landrat Christoph Göbel überreichte die hohe Auszeichnung im Rahmen eines Festakts und würdigte: „Ihrem unermüdlichen Einsatz gebührt außergewöhnlicher Dank."

„Bilder, die ich nie vergessen werde"

Im Jahr 1980 reiste Claudia Lorenz zum ersten Mal in das südamerikanische Land. Es war eine Reise, die bei ihr tiefe Spuren hinterließ: „Ich habe das Elend der Kinder dort selbst gesehen. Es war schrecklich und schockierend. Ich sah Bilder, die ich nie mehr vergessen werde; ich hörte Geschichten, die sich einprägten – die mich prägten. Damals war mir schon klar, dass diesen Kindern geholfen werden muss und dass ich auch meinen kleinen Beitrag dazu leisten möchte", erinnert sie sich.

„Meine Mutter ist aus Peru und so kam ich schon als Kind oft in das Land. Ich habe gesehen, wie arm viele Menschen sind. Sie leben oft in Hütten ohne Toilette und richtigem Dach. Hier wollte ich helfen." Claudia Lorenz, Akademische Leiterin der Master-Studiengänge am Campus M21 und Gründerin der Initiative „Hilfe für Kinder in Peru".

Die heutige Master-Verantwortliche am Campus M21 begann, regelmäßig Kleidung und Spielsachen nach Peru zu schicken und immer dann, wenn sie etwas zusammengespart hatte, auch Geld zu senden. Weil ihr bestehende Hilfsprogramme nicht zusagten — Spenden kamen dort oft nicht zu einhundert Prozent bei den Empfängern an — gründete sie ihre eigene Initiative: „Hilfe für Kinder in Peru". Bis heute sucht und findet das Projekt Paten, die hilfsbedürftigen Kindern in Peru eine schulische Ausbildung ermöglichen und diese vom ersten Schultag bis zum Schulabschluss finanziell begleiten.

Spenden, die wirklich ankommen

Es ist Claudia Lorenz' peruanische Tante Vicki, die die Hilfe vor Ort koordiniert. Diese hat sich die Hilfe für arme, kranke Kinder zur Lebensaufgabe gemacht und dies mit ihrem Beruf verbunden: Sie ist sehr jung ins Kloster gegangen und Ordensschwester geworden. Heute leitet die Schwester von Claudia Lorenz' Mutter das Kloster. „Ich finde es beruhigend zu wissen, dass sich in Peru vor Ort jemand darum kümmert, dass meine Spende auch wirklich ankommt", sagt die Campus-Mitarbeiterin.